Interview mit Michael Bräker: "Das Testspiel FC Basel gegen FC Vaduz im Jahr 2004 war mein Höhepunkt als Schiedsrichter"

 

Name: Bräker   

Vorname: Michael

Alter: 41Jahre

Wohnort: Schönengrund

Schiedsrichter seit: März 1995

Aktuelle Qualifikation: Inspizent, SR Betreuer, Footeco

 

Für welchen Verein pfeifst du?

FC Abtwil-Engelburg

 

Hast du einmal deinen Stammverein gewechselt?

Nein. Ich habe eine starke Verbindung zu FC Abtwil-Engelburg, weil ich bereits als Junior dort Mitglied war.

 

Was hat Dich dazu bewegt Schiedsrichter zu werden?

Ich hatte damals ein Spiel im Fernseher gesehen. Als ich meinte, dass ich das Spiel besser als der Schiedsrichter im Fernseher leiten kann, meldete mich mein Trainer zum Schiedsrichter-Grundausbildungskurs an.

 

Kannst du dich noch an dein erstes Spiel erinnern? Wie ist es gelaufen?

Nein leider nicht. Ich weiss nur, dass es in St. Gallen im Gründenmoos war. Es könnte sogar ein Spiel des FC SG (Junioren) gewesen sein.

 

Wie ging deine SR- Karriere dann weiter?

Da ich bereits 20-jährig war, durfte ich schon Aktive pfeifen. Ich war drei Jahre lang in der 5.Liga, danach ging es aufwärts bis zur 2. Liga Inter.

 

Was hast du in deiner Zeit als Schiedsrichter gelernt?

Neben vielen Schiedsrichterkollegen auch den Umgang mit Leuten. Die „Schiedsrichterei“ ist eine Lebensschule. Man lernt vieles, was man im Alltag umsetzen kann.

 

Was war dein (bisheriger) Höhepunkt in deiner SR- Karriere?

Unvergesslich bleibt für mich das Spiel Basel - Vaduz im Jahr 2004. Es war ein Freundschaftsspiel in Buchs/SG und alle damaligen Stars des FCB waren dabei. Christian Gross als Trainer, Christian Gimenez, Mario Cantaluppi, Julio Hernan Rossi u.s.w.

 

Bist du weiterhin im Schiedsrichterwesen aktiv?

Ich habe meine Schiedsrichterkarriere vor einem Jahr beendet und leite keine Spiele mehr. Inzwischen bin ich allerdings als Schiedsrichter-Inspizient für den OFV tätig. Ausserdem bin ich im Vorstand des OSV aktiv. Ich bin Vizepräsident und Sportchef unseres Schiedsrichterverbandes.

 

Engagierst du dich in einer Trainingsgruppe des OSV?

Ich war aktiv in der Schiedsrichter-Trainingsgruppe St.Gallen war während 11 Jahren deren Präsident. Heute bin ich nicht mehr aktiv in der Trainingsgruppe.  

 

Wie nimmt dein Umfeld deine Tätigkeit als Schiedsrichter bzw. im Schiedsrichterwesen wahr?

Sie wissen, dass ich mich gerne im Schiedsrichterwesen engagiere. Man kann sich auf mich verlassen.

 

Wer unterstützt dich besonders bei deiner Tätigkeit als Schiedsrichter bzw. im Schiedsrichterwesen ? 

Als ich noch aktiv Spiele leitete, kam meine Familie vorbei, um meine Spiele anzusehen. Heute kommen meine Frau und beiden Kinder zwischendurch mit auf den Sportplatz. Während ich meinem Hobby nachgehe, können die Kinder bspw. bei schönem Wetter auch auf dem Spielplatz spielen und sehen so ihren Vater.

 

Tauscht du dich regelmässig mit deinen SR- Kollegen über das Schiedsrichterwesen aus? 

Ja, ab und zu. Es geht dann dabei oft darum, dass man sich erzählt, was man in den letzten Spielen erlebt hat. Auch wird oft über die gemeinsamen Erlebnisse in der Vergangenheit gesprochen.

 

Was sind aus deiner Sicht die grössten Herausforderungen für Schiedsrichter in der Ostschweiz?

Jedes Wochenende eine Top-Leistung abzuliefern, egal ob es dir gut geht oder nicht.

 

Du darfst mit deinem Schiedsrichterausweis schweizweit gratis Spiele besuchen. Schaust du dir oft Spiele an? 

Früher habe ich fast jedes Spiel des FCSG angeschaut, auch auswärts. So lernte ich auch die anderen Stadien kennen. Heute gehe ich nur noch ganz sporadisch.

 

Hast du einen Schiedsrichter als Vorbild?

Aktuell nicht. Früher war es auf jeden Fall Pierluigi Collina aus Italien.

 

Vielen Dank Michi für das Interview. 


Interview mit Nadine Reichmuth: "Meine ruhige und direkte Art verschafft mir den Respekt bei den Spielern!"

 

Name: Reichmuth

Vorname: Nadine

Alter: 22

Wohnort: Dübendorf

Schiedsrichter seit: Herbst 2015

Aktuelle Qualifikation: 5. Liga

 

Für welchen Verein pfeifst du?

FC Rapperswil-Jona

 

Hast du einmal deinen Stammverein gewechselt?

Nein. Ich werde hoffentlich auch nie einen Grund haben, das zu tun. Ich habe hier Fussball gespielt, das ist mein zu Hause.

 

Was hat Dich dazu bewegt, Schiedsrichterin zu werden?

Ich brauchte einen Tapetenwechsel. Ich habe jahrelang Fussball gespielt und mit der Zeit die Freude verloren. Letztes Jahr ist die Zeit gekommen, da wollte ich eine neue Herausforderung im Fussball übernehmen. So ganz ohne geht es dann doch nicht.

 

Kannst du dich noch an dein erstes Spiel erinnern? Wie ist es gelaufen?

Da noch nicht allzu viel Zeit vergangen ist, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern. So nervös war ich wohl seit meiner LAP nicht mehr. Bereits in den ersten fünf Minuten musste ich einen Penalty pfeifen. Das Spiel verlief allerdings ruhig. Ich hatte alles unter Kontrolle. Mein Betreuer war sehr zufrieden.

 

Wie ging deine SR-Karriere dann weiter?

Es verlief alles sehr gut. Ich hatte ein super Umfeld, welches mich jederzeit unterstütze. Ich konnte von Spiel zu Spiel mehr dazu lernen und erhielt immer sehr viel Lob von Beteiligten und Zuschauern. Ich durfte einige Footeco-Spiele leiten, was mich zusätzlich sicherer machte und vor allem eine gute Vorbereitung für meine kommenden Inspektionen gab.

 

Was hast du in deiner Zeit als Schiedsrichter gelernt?

Ich habe gelernt dass es mindestens 5400 Sekunden vollste Konzentration braucht. In einem Bruchteil einer Sekunde richtige Entscheidungen zu treffen und diese ob positiv oder negativ überzeugt durchzusetzen. Durch meine ruhige und direkte Art hole ich mir den Respekt, den ich für die Partie brauche.

 

Was war dein (bisheriger) Höhepunkt in deiner SR- Karriere?

Ich fühle mich geehrt seit kurzer Zeit zur Frauen-Förderungsgruppe dazu zu gehören und an den kommenden zwei Wochenenden Turniere in Biel leiten zu dürfen.

 

Was unternehmt ihr in der Frauen-Fördergruppe? 

Ich gehöre noch als Gast dazu, durfte aber bereits ein tolles, intensives Training mit den Frauen miterleben. Ebenso hatten wir Theoriestunden und eine Persöhnlichkeitsschulung, bei dem wir ein Gastreferat einer Eishockeyschiedsrichterin hatten. Bei ausgewählten Spielen kann es sein, dass wir gleich beobachtet werden und direkt ein Feedback erhalten. Über weitere Aktivitäten kann ich leider noch nicht mehr Auskunft geben.

 

Fühlst du dich als Schiedsrichterin von Spielern anders behandelt?

Ich würde jetzt aus meinen kurzen Erfahrungen behaupten, dass die Hemmschwelle frauenseits niedriger ist, als bei den Männern, wenn sie gegenüber einer Schiedsrichterin stehen. Ich habe allerdings bis jetzt keine schlechten Erfahrungen gemacht.

 

Was sind noch deine Ziele als Schiedsrichter?

Eine bestimmte Liga möchte ich nicht definieren. Doch hoffe ich, dass es weiterhin so erfolgreich weitergeht. „Setzte deine Ziele so hoch wie möglich, denn du bist der einzige, der diese erreichen kann“.

 

Engagierst du dich in einer Trainingsgruppe des OSV?

Ich habe keine entscheidende Rolle in der TG Linth, bin aber ein aktives Mitglied und unterstütze die Gruppe, wo immer es geht.

 

Wie nimmt dein Umfeld deine Tätigkeit als Schiedsrichter bzw. im Schiedsrichterwesen wahr?

Die meisten sind ersten Moment überrascht, da sie eher weniger mit einer Schiedsrichterin rechnen. Die Rückmeldungen sind dann aber doch positiv.

 

Wer unterstützt dich besonders bei deiner Tätigkeit als Schiedsrichter  bzw. im Schiedsrichterwesen?

Ich wurde von Beginn an von meinem „Schiri-Götti“ tatkräftig unterstützt. Seine ehrliche Kritiken und Tipps haben mich sehr viel weitergebracht. Die Familie besucht regelmässig meine Spiele und unterstützt mich. An meinem Umfeld gibt es demnach nichts zu kritisieren.

 

Tauscht du dich regelmässig mit deinen SR-Kollegen über das Schiedsrichterwesen aus? Falls ja, was sind die Hauptthemen, die ihr bespricht?

Ja, bei jedem Treff wird über Erlebtes diskutiert und Ratschläge ausgetauscht.

 

Was sind aus deiner Sicht die grössten Herausforderungen für Schiedsrichter in der Ostschweiz?

Egal von welchem Verband der Schiedsrichter kommt, bin ich der Meinung, dass man überall dieselben Herausforderungen hat. Dadurch der OFV ein sehr grosses Verbandsgebiet ist, können natürlich grössere Anreisedistanzen möglich sein, als in anderen Verbänden.

 

Du darfst mit deinem Schiedsrichterausweis schweizweit kostenlos Spiele besuchen. 

Wenn es zeitlich mit den eigenen Spielen aufgeht, schaue ich Spiele der Super League an. Natürlich auch von unserer 1. Mannschaft in der Promotion League.

 

Hast du einen Schiedsrichter als Vorbild?

Mark Clattenburg


Interview mit Ilan Dutler: "Das OFV-Cupfinalspiel war bisher mein Höhepunkt als Schiedsrichter!"

 

Name: Dutler

Vorname: Ilan

Alter: 20 Jahre

Wohnort: Eichberg SG

Schiedsrichter seit: Herbst 2011

Aktuelle Qualifikation: SR 3. Liga / SRA 2. Liga

 

Für welchen Verein pfeifst du?

Ich pfeife für den Rheintaler Verein FC Montlingen.

 

Was hat Dich dazu bewegt, Schiedsrichter zu werden?

Einerseits die stetigen Verletzungen als Spieler. Andererseits die Liebe zum Fussball und der Drang Neues zu erleben.

 

Kannst du dich noch an dein erstes Spiel erinnern? Wie ist es gelaufen?

Ja es war das C- Junioren Spiel zwischen dem FC Altstätten und dem USV Eschen Mauren. Ich war anfangs etwas verunsichert und vor allem äussert aufgeregt. Nach ein paar guten Ratschlägen meines Betreuers in der Halbzeitpause lief es in der  2. Halbzeit sicherer ab. Am Schluss waren meiner Meinung nach die meisten Beteiligten zufrieden.

 

Wie ging deine SR-Karriere dann weiter?

Nach meiner ersten Inspektion bekam ich direkt die B-Junioren Qualifikation. Bei den Junioren pfiff ich bis Sommer 2013. Dann bekam ich mit 16 Jahren die 5. Liga Qualifikation. In der 5. Liga fiel es mir vorerst äusserst schwer, mich zu beweisen. Aufgrund meiner Körpergrösse und dem jungen Alter konnte ich mir anfangs keine allzu grosse Autorität verschaffen. Mit der Zeit lernte ich jedoch die Charaktere kennen und lernte wie ich mit den Spielern umgehen musste.  Die 5. Liga war mit Sicherheit meine schwierigste Phase als Schiedsrichter in meiner bisherigen Karriere. Sie hat mich jedoch auch am meisten geprägt. Nach zwei Jahren Erfahrungen sammeln in der 5. Liga, schaffte ich im Sommer 2015 den Sprung in die 4. Liga und auch die Aufnahme in die regionale Talentgruppe. Von da an ging es dann schnell. Ich begann mich mehr mit den Spielregeln, meiner körperlichen Fitness und meiner Ernährung zu befassen. Die Schiedsrichterei wandelte sich von einem Hobby zu einer Leidenschaft. In der 4. Liga fühlte ich mich von Anfang an wohl und ich konnte gute und interessante Spiele bestreiten. Im Frühling machte ich die Ausbildung zum Assistenten. Auf einmal war ich nicht mehr auf mich alleine gestellt, sondern war immer wieder im Trio unterwegs, was mir grosse Freude bereitet und mich umso mehr motiviert.  Im Sommer 2016 schenkte mir die Schiedsrichterkommission des OFV dann ihr Vertrauen und gab mir die Schiedsrichterqualifikation für die 3. Liga.

 

Was hast du in deiner Zeit als Schiedsrichter gelernt?

Ich denke, dass ich in jeder Hinsicht viel von der Schiedsrichterei profitieren konnte. Ich als kleine Person konnte meine Persönlichkeit stark fördern und bin in dieser Zeit viel selbstbewusster, pflichtbewusster, ruhiger aber auch energischer geworden. Ich habe gelernt, mich durchzusetzen, Menschen zu führen, Konflikte zu schlichten und mit Menschen respektvoller umzugehen. Ich habe festgestellt, dass jeder Mensch anders ist und dass man sich dementsprechend auch ein wenig richten muss, um miteinander klar kommen zu können. Des Weiteren konnte ich meine Konzentrationsfähigkeit um einiges erhöhen. Dies merke ich auch im Alltag, wie z.B. wenn ich lange Strecken Auto fahre. Und ich habe während dieser fünf Jahre sehr viele wundervolle Menschen kennenlernen dürfen.

 

Was war dein (bisheriger) Höhepunkt in deiner SR- Karriere?

Meine beiden bisherigen Höhepunkte waren die Aufnahme in die regionale Talentgruppe und mein Einsatz am OFV Cup 2016. Ich durfte als Schiedsrichter-Assistent gemeinsam mit Adis Ponjevic (Schiedsrichter) und Raphael Wälter (Schiedsrichter-Assistent) das Finalspiel zwischen dem FC Bazeinheid und Calcio Kreuzlingen leiten.

 

Was sind noch deine Ziele als Schiedsrichter?

Mein Ziel als Schiedsrichter ist es, es irgendwann in die Spitze der Amateur-Liga zu schaffen, sprich 2. Liga Interregional pfeifen zu dürfen. Als  Assistent träume ich davon, in die Referee Academy zu kommen und dort die drei Jahre bis in die 1. Liga durchzulaufen.

 

Engagierst du dich in einer Trainingsgruppe des OSV?

JA! Ich bin aktives Mitglied bei der SRTG Rheintal.

 

Wie nimmt dein Umfeld deine Tätigkeit als Schiedsrichter wahr?

Mein Umfeld hat eine sehr positive Einstellung  gegenüber der Schiedsrichterei. Auch wenn viele sich fragen, wie ich nur Schiedsrichter werden konnten, bewundern es viele, dass ich so ein Hobby habe, um dem Fussball zu dienen.

 

Tauscht du dich regelmässig mit deinen SR-Kollegen über das Schiedsrichterwesen aus? Falls ja, was sind die Hauptthemen, die ihr bespricht?

Natürlich tausche ich mich regelmässig mit Kollegen aus. Vor allem nach den Spielen werden gewisse Situationen nochmals aufgegriffen und ausdiskutiert. Ansonsten erzählen wir uns, was für Spiele wir geleitet haben oder leiten werden und wie diese liefen.

 

Wie ist deine Spielvorbereitung vor und nach dem Spiel?

Die Spielvorbereitung  beginnt für mich 10 Tage vor dem Spiel, sobald ich meine Spielzuteilung sehen kann. Ich schaue mir gewöhnlich beide Mannschaften genauer an, schaue wo der Spielort sein wird und mit wem ich eventuell zusammen sein werde (bei Trio-Einsätzen). Am Spieltag achte ich vor allem auf eine ausgewogene Ernährung und darauf, dass ich genug trinke. Ich plane zur Reisezeit immer 15 Minuten dazu, um mir vor dem Spiel selber keinen Stress zu bereiten. Nach dem Spiel erledige ich zu Hause den Bericht. Einige Spieler/Trainer bleiben mir gut in Erinnerung und andere vergesse ich wieder.

 

Du darfst mit deinem Schiedsrichterausweis schweizweit gratis Spiele besuchen. Schaust du dir oft Spiele an? Wenn ja, in welcher Liga und welche Vereine?

Oft schaue ich mir regionale Spiele an, wenn meine Schiedsrichterkollegen in der Nähe im Einsatz sind und ich gerade Zeit habe. Ein paar Mal im Jahr finde ich auch denn Weg nach Abtwil, um mir die Spiele des FC St. Gallen anzuschauen.

 

Hast du einen Schiedsrichter als Vorbild?

Ich mag die englischen Schiedsrichter.
Unter anderem der ehemalige Schiedsrichter Howard Webb und der heute noch aktive Schedsrichter Mark Clattenburg. Als Assistenten mag ich Mike Mullarkey.


Interview mit Dominic Marugg: "Ich kann mit negativer und positiver Kritik umgehen"

 

Name: Marugg

Vorname: Dominic

Alter: 26

Wohnort: Diepoldsau

Schiedsrichter seit: 2013

Aktuelle Qualifikation: 4. Liga

 

1. Für welchen Verein pfeifst du?

FC Diepoldsau

 

2. Was hat dich dazu bewegt, Schiedsrichter zu werden?

Es hat mir schon immer Spass gemacht Junioren zu Pfeiffen an Turnieren, also entschloss ich mich 2013 zur Ausbildung zum Schiedsrichter.

 

3. Kannst du dich noch an dein erstes Spiel erinnern? Wie ist es gelaufen?

Klar, es war in Grabs und ich war total aufgeregt, zum Glück hat mir Kurt Weder zur Seite gestanden und mir stets geholfen, mich zu verbessern.  Es war ein tolles Spiel,  perfekt um mit meiner Schiedsrichterkarriere zu beginnen. Alle respektierten mich auf dem Platz und ich bekam viel Lob und stolz, diesen Weg beschritten zu haben.

 

4. Wie ging deine SR- Karriere dann weiter?

Ich habe mich schnell gesteigert und konnte rasch aufsteigen und mein Können beweisen. Im Februar 2016 durfte ich in Frauenfeld die Ausbildung zum Schiedsrichter-Assistenten machen und konnte mich so weiterentwickeln.

 

5. Was hast du in deiner Zeit als Schiedsrichter gelernt?

Wie man schnell richtige Entscheidungen trifft und mit den Folgen, egal ob positiv oder negativ, umgehen muss. Ich bin durch mein Hobby als Schiedsrichter noch ruhiger, aber bestimmter geworden.

 

6. Was war bis jetzt dein bisheriger Höhepunkt in deiner SR- Karriere?

Mein erstes Cupspiel als Schiedsrichter-Assistent zwischen FC Winkeln SG AS Calcio Kreuzlingen empfingen. Es war ein sehr emotionales Spiel. Ich musste mich voll konzentrieren , um stets die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich war von der Leistung des Schiedsrichters (Egzon Ibraimi) beeindruckt und probierte alles Wissen von ihm aufzunehmen. Er war extrem bestimmt, aber ruhig.

 

7. Was sind noch deine Ziele als Schiedsrichter?

Ich habe mir persönlich kein Ziel in Form von einer Liga gestellt, um mir selbst keinen Druck zu machen. Ich pfeife aus Leidenschaft und gebe immer mein Bestes. Wie weit es schlussendlich dann reicht, wird man sehen.

 

8. Engagierst du dich in einer Trainingsgruppe des OSV?

Ich bin Sportchef der TG Rheintal und bin sehr stolz darauf.

 

9. Wie nimmt dein Umfeld deine Tätigkeit als Schiedsrichter wahr?

Sehr gut. Bei Spielen im TV fragen sie mich immer zuerst, ob ein Entscheid des Schiedsrichters richtig ist. Ich kläre sie dann gerne auf, damit sie die Vorgehensweise des Schiedsrichters nachvollziehen können.

 

10. Tauscht du dich regelmässig mit deinen SR-Kollegen über das Schiedsrichterwesen aus? Falls ja, was sind die Hauptthemen, die ihr bespricht?

Klar, in jedem Training der TG Rheintal tauschen wir uns über Erlebtes und Gesehenes aus und diskutieren.

 

11.  Was sollte deiner Meinung nach ein guter Schiedsrichter mitbringen?

Eine ruhige Art, Bestimmtheit und Motivation.

 

12.  Als Schiedsrichter kann man es nicht immer allen recht machen. Wie gehst du damit um, wenn du von aussen in der Kritik steht, du dir aber mit deiner Entscheidung sicher bist?

Ich bleibe da sehr entspannt, ich kann mit Kritik, egal ob positive oder negative, sehr gut umgehen.

 

13.  Wie gehst du damit um, wenn du einen Fehler während einem Spiel begehst?

Fehler passieren, das ist unvermeidbar. Ich finde es wichtig, dass man als Schiedsrichter auch mal einen Fehler eingesteht und eventuell eine Entscheidung zurücknimmt, sofern man dies nicht oft macht. Ich kann damit gut umgehen, da ja auch die Spieler auf dem Platz wissen, dass man nicht alles sehen kann.

 

14.  Du darfst als Schiedsrichter schweizweit gratis Spiele besuchen. Schaust du dir oft Spiele an? Wenn ja, in welcher Liga und welche Vereine?

 Ich sehe mir in der Schweiz nicht oft Spiele an, da ich FC Chelsea Fan bin. Aber wenn ich mal in der Schweiz ins Stadion gehe, dann beim FC St.Gallen.

 

15.  Welcher Schiedsrichter ist dein Vorbild?

Mark Clattenburg

 

Vielen Dank für das Interview, Dominic.

 

Stevo Topic, Interview vom Oktober 16